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DP
Detlef Pilzecker

Sehr geehrter Herr Scharpf,

ist nicht vielmehr Art 14 GG dazu geeignet die Giralgeldschöpfung zu verbieten?

Abs. 1 : "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt."
Inhalt und Schranken sind nur beim Bargeld bestimmt, nicht beim Giralgeld - also ist es erst mal nicht verboten.

Abs. 2 : "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Es sollte dem Allgemeinwohl also zumindest nicht zuwiderlaufen.

Das geschöpfte Giralgeld ist Eigentum der Bank, es steht ja in ihrer Bilanz und es hat Wirkung auf die Allgemeinheit, weil Geld jeder nutzt. Hier wäre zu verurteilen, dass die Banken mit ihrer Giralgeldschöpfung im ersten Schritte nicht der Allgemeinheit dienen, sondern damit das Eigentum (Geld) der Allgemeinheit verwässern, sie also der Allgemeinheit schaden. Erst im zweiten Schritt, wenn die geschaffenen Kredite einen Mehrwert erzeugen und nicht ausfallen (!!!), erst dann entsteht etwas das der Allgemeinheit dient, der Wert des Geldes steigt.

Ggf. kann man das also so auslegen, dass sich nutzen und schaden für die Allgemeinheit im Laufe der Zeit die Waage halten - zwingend ist das aber nicht.

Abs. 3 : "Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen."

Es gibt kein Gesetz das die stillschweigende Enteignung des Geldwertes durch die Geldschöpfung der Banken regelt, außer bei der Geldschöpfung durch die Zentralbank.

Also ist das Verhalten der Banken keine Enteignung, sondern Diebstahl oder Betrug. Der Wert des Geldes fällt durch ihr Verhalten, weil mehr Geld da ist ohne, dass gleichzeitig die Summe aller Güter und Werte dieses Wirtschaftsraumes steigt.

Sehen Sie einen Grund weshalb nicht jeder Bürger vor jedem Zivilgericht in Deutschland jede einzelne hier zugelassene Bank auf Schadensersatz (ß 823 BGB), oder zumindest auf Unterlassung (ß 1004 BGB) verklagen könnte?

Oder nach StGB ß 263 auf Betrug? Schließlich erregen die Banken bei ihren Kunden den Eindruck, dass sie nur das Geld verleihen das sie von anderen Kunden bekommen haben. Damit erf¸llen sie die Voraussetzungen für Betrug: "... durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen ...".

Die Giralgeldschöpfung ist keine Theorie, sondern wurde an einer Raiffeisenbank durch einen deutschen Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer in England empirisch nachgewiesen:

http://inflationsschutzbrief.de/studien/richard-werner-studie-koennen_einzelne_banken_geld_aus_dem_nichts_schoepfen.pdf

Mfg

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